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Der Hausschwamm

Kellerschwamm


Die Fruchtkörper sollen selten sein, aber wahrscheinlich werden sie auch häufig übersehen! Die Fruchtkörper zeigen sich jung als flache Beläge oder häutige Schichten (membranös und resupinat) von geringer Dicke (bis 2 mm, sehr selten bis 4 mm). Im trockenen oder alten Zustand sind sie krustenförmig und leicht zerbrechlich (papierartig dünn). Häufig sind Dicken von einem mm oder weniger. Die Fruchtkörper liegen dem Holz eng an. Ihre Größe ist recht verschieden: von kleinen münzgroßen Flecken bis zu flächigen Überzügen, die fast die Größe eines Quadratmeters erreichen. In jedem Fall passen sich die Fruchtkörper in ihrer Struktur der Oberfläche des Untergrundes an, das heißt, dass sie auf
ebenen Flächen sehr gleichmäßige Oberflächen bilden, aber in Ritzen und auf unregelmäßigem Grund sehr verschiedene Oberflächenstrukturen bilden können. Auch die äußere Form ist vielgestaltig und reicht von runden über schmale langgestreckte Formen bis hin zu zusammenwachsenden. Die Oberfläche der Fruchtkörper (Fruchtschicht oder Hymenium) ist eben, z. T. mit warzenartigen kleinen Beulen (deshalb auch der Name "Warzenschwamm"). Allerdings bildet nur der Braune Kellerschwamm (Coniophora puteana) die Namen gebenden, halbkugeligen Warzen (Bild 32 KB) aus, alle anderen Kellerschwamm-Arten haben meist eine glatte Fruchtschicht. Allerdings bilden sich unter sehr günstigen Bedingungen auch sehr unförmige Fruchtkörper aus. Beschrieben sind bis zu walnussgroße, knollige Erhebungen. Die Fruchtkörper sind immer einjährig. Solange die Fruchtkörper wachsen und frisch sind, lassen sie sich nicht so leicht vom Holz abnehmen. Sind sie trocknen oder alt, lassen sie sich meist leichter abheben, doch zerbrechen sie sehr leicht.
Ihre Farbe ist stark abhängig vom Alter. Sie beginnen als weißes Oberflächenmycel (Bild 32 KB) (Farbstiche von gelb, creme und grau sind möglich), dessen Mitte sich erst hell schmutzigbraun, oft mit gelben oder fleischigen Farben, dann oliv bis braun und später satt- bis dunkelbraun färbt. Im Alter werden sie schwarzbraun bis schwarz, brüchig und papierartig dünn, dann lösen sie sich meist vom Untergrund ab. Solange der Fruchtkörper wächst, verbleibt an seinem Rand eine weiße bis gelbliche  auch gelbfleckige, faserige, flockig-häutige Zuwachskante von einigen mm bis wenigen cm. Der Rand kann scharf begrenzt oder auslaufend sein. Die Veränderung der Farbe hängt mit dem Reifwerden der Sporen zusammen (siehe Mikromerkmale - Sporen). Ein schönes Erkennungsmerkmal ist, dass sich beim Reiben der dunkelbraunen, sporenbildenden Fruchtkörper die Finger braun verfärben (anhaftendes Sporenpulver). Dieses Merkmal zeigt allerdings auch der Echte Hausschwamm (siehe dort Serpula lacrymans), der jedoch reif zimtbraun (das heißt deutlich heller braun) ist und eine erhabenere Oberfläche.

Der Braune Kellerschwamm (Coniophora cerebella)

Die Bestimmung des Kellerschwammes fällt nicht immer leicht, da Fruchtkörper relativ selten ausgebildet werden. Auch das Holz weist oftmals keine oder nur spärlich ausgebildetes Mycel auf.

Trotzdem kann er an bestimmten Merkmalen identifiziert werden. So findet sich am Holz der typische Würfelbruch. Das Mycel ist im fortgeschrittenem Stadium dunkel- bis Schwarzbraun und bildet braunschwarze, haarartige verzweigte und zumeist fest an der Holzoberfläche anhaftende Stränge aus. Der braune Kellerschwamm ist eine der am häufigsten auftretenden holzzerstörenden Pilzarten. Der Kellerschwamm ist insofern irreführend, als der Pilz innerhalb von Gebäuden nicht nur in Kellern, sondern überall an feuchten stellen, also auch im Dachstuhl auftreten kann. Befallsgefährdet ist alles Holz im Bereich feuchter Wände und feuchter Bäder sowie alles Holz, das in Räumen mit starker Wasserdampfentwicklung verbaut ist. Der Kellerschwamm entwickelt eine sehr große Zerstörungskraft und ist der am schnellsten wachsende Pilz unter den Bauholzpilzen. Die durch ihn verursachten Schäden können die Schäden durch den Hausschwamm sogar übertreffen.

Schutzmaßnahmen:

Die Bekämpfung ist gegenüber dem echten Hausschwamm, beim braunen Kellerschwamm einfacher. Da der trockenes Holz nicht selbständig durchfeuchten kann, ist die Trockenlegung des Befallsbereiches, die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Bekämpfung. Durch eine Trockenlegung der befallenen Bauteile stellt der Pilz zunächst sein Wachstum ein und stirbt schließlich ab. Somit ist der Kellerschwamm auch als nicht so gefährlich einzustufen wie der echte Hausschwamm.

Kann eine spätere Wiederbefeuchtung der Holzbauteile nicht ausgeschlossen werden, muß das verbleibende sowie das neu eingebaute Holz mit einem geeignetem und geprüften, fungiziden Holzschutzmittel behandelt werden.

 
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